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Gibt es ein digitales Graffiti? Was versteht man darunter? Wo und wie manifestieren sich Graffitis? Wohnt den digitalen ­Graffitis ebenso wie den realen der Aspekt der Rebellion inne? Wie manifestieren sich Schrift und Ästhetik als zentrale Grund­lagen ­beider kreativer Kulturen? Und kann man in ­Graffitis, (Crack-)Intros und Demos von einer Befreiung der Worte sprechen? Der Begriff des digitalen Graffiti wird von unterschiedlichen Seiten beansprucht. Dieses Buch schlägt eine Definition mit historischem Bezug auf die Entwicklung digitaler Communitys vor. Dabei geht es um eine eigenständige Entwicklung, die mit der Digitalisierung Einzug gehalten hat und durch welche der Heimcomputer zum (digitalen) Experimentierfeld wurde.
Die Einführung der Computermaus als Zeichentool sowie die grafischen Benutzeroberflächen (GUIs) im Jahr 1984 veränderten die Arbeitsweisen vollständig und gaben den digitalen Nerds dank neuer Bildbearbeitungssoftware neue ästhetische Möglichkeiten an die Hand.